Zehn hervorragende Boote waren nominiert, darunter die TP 52 „Platoon“, die sich im America´s Cup unter der Führung von Jochen Schümann bewies, die Swan 45 „Earlybird“, welche 2008 den Gold Cup gewann und natürlich die Swan 48 „Elan“, die dem Baum-Clan zugehört.
Der Senatspreis wird in deutschen Gefilden wie ein Segeloscar gehandelt und gehört für Bootsbesitzer und Skipper zu den ganz großen nationalen Auszeichnungen des inneren Kreises der Segelszene.
Der German Offshore Award wird von einer Jury bestehend aus sieben Mitgliedern vergeben,
die sich unter Mitwirkung eines Meteorologen anhand der Stiftungsurkunde beraten und unter Einbeziehung knallharter Fakten den Gewinner ermitteln. Wichtige Faktoren dieser Berechnung sind die Anforderungen an Taktik und Navigation, die Konkurrenz und ihre Klasse, die Witterungsbedingungen und die Platzierung unter Einbezug aller Teilnehmer.
Der Abend wurde eröffnet durch ein künstlerisch umgesetztes Filmprojekt über Segeln, ließ die Besucher den Laudatien der berühmten Festredner, wie etwa Achim Griese, lauschen und durfte dann unter großem Applaus den Gewinner des 2.German Offshore Awards feiern.
Die Swan 48 „Elan“ unter der Führung ihres Skippers Daniel Baum erhielt den begehrten Preis. Leider war Daniel Baum selbst an Grippe erkrankt, weshalb ein nicht weniger renommiertes Familienmitglied einsprang. Schiffseigner Harald Baum nahm unter Jubel den Preis entgegen und freute sich sichtlich über die Auszeichnung.
Auch das Publikum war mit dem ausgewählten Sieger zufrieden, jedoch, wie bei jeder Preisverleihung, wurde auch in diesem Rahmen teils laut über die Beschaffenheit und die Vorgaben der Stiftungsurkunde diskutiert. Immerhin trägt die Gewinner-Yacht 35 Jahre am Buckel, hat schon vieles erlebt, aber nicht die Umrüstung auf höchste technologische Standards und ist zudem vor allem in nationalen Regatten wie der Regatta Rund Skagen unterwegs.
Die Preisverleihung hat ihre zweite Prüfstunde erfolgreich über die Bühne gebracht und das Publikum von 350 geladenen Gästen bestens unterhalten. Diskussionen über das Reglement zeigen einmal mehr das Interesse der Segelszene an diesem Preis und werden sicherlich für Verbesserungen in Hinblick auf mehr Fairness und einen erweiterten Blickwinkel sehr erquickend sein.

